Der neue Peter Raue Preis ehrt nicht zuletzt den Namensgeber

Eine schöne Überraschung für Peter Raue, Rechtsanwalt, Freund der Künstler und der Künste sowie „Mister MoMA“: Als er im Februar achtzig Jahre alt wurde, haben ihm die Partner, Anwälte und Mitarbeiter der Kanzlei ein besonderes Geschenk gemacht, nämlich einen mit 10 000 Euro dotierten Peter Raue Preis. Er wird nun am 3. November erstmals vergeben – und zwar an das Berliner Projekt Hangarmusik, das Kindern und Jugendlichen unter den Flüchtlingen bei ihrer Traumata-Bewältigung hilft. Von 2022 an sollen auch externe Personen und Institutionen ihre Vorschläge einreichen können. „Durch die Namensgebung des Preises soll Peter Raues herausragendes und beispielhaftes Wirken gewürdigt werden“, erläutert Wolfram Hertel, geschäftsführender Partner der Wirtschaftskanzlei Raue.

Die Art Cologne gewährt den Ausstellern 34 Prozent Rabatt

Weil sich die Standkosten für Aussteller der Kunstmessen allerorten anders darstellen, kann Daniel Hug für die Koelnmesse den Galeristen nur 34 Prozent Rabatt versprechen, gleichwohl die Fördersumme aus dem „Neustart“-Programm der Bundesregierung „zu 100 Prozent“ weitergegeben wird. So dürfen sich die Teilnehmer der Art Cologne und der angedockten Cologne Fine Art & Design, die beide vom 17. November bis zum 21. November stattfinden, zwar über einen Nachlass freuen, doch Händler, die an der Messe Positions in Berlin mitmachten oder im Februar 2022 an der art KARLSRUHE beteiligt sein werden, haben mehr erhalten beziehungsweise dürfen mehr erwarten. Hug räumt ein, dass die Art Cologne diesmal mit nur rund 150 Ausstellern überschaubarer ausfallen wird, auch fehlen renommierte amerikanische Galerien.

Nun machen sie ihr eigenes Ding: Gilbert & George reagieren

Gut so; selbst ist der Mann. Weil sich Gilbert & George, die beiden ebenso einträchtig wie unermüdlich durchs Leben und den Kunstbetrieb gehenden britischen Künstler, seit langer Zeit über die Tatsache ärgern, dass Propheten im eigenen Land nicht zählen, machen sie nun ihr eigenes Ding. Ein großes Ding. Zwar geht das Duo mittlerweile auf die achtzig zu, doch das Alter scheint nicht zu verhindern, dass es 2022 im Londoner Osten noch mal richtig rund gehen soll. Gilbert & George wollen dort, auf einem Industrie-Areal, eine eigene Kunsthalle eröffnen, und schon jetzt ist ihnen die große Aufmerksamkeit der internationalen Kunstgemeinde gewiss. Denn längst hat sich herumgesprochen, dass Museen und Institutionen wie die Tate oder die Royal Academy gar nicht oder nur widerwillig ausstellen, was sie von G & G gesammelt haben (khs).

Aus der Not die Tugend: Social Media und Vienna strips

Genial, der Mann. Weil nicht nur Österreichs Museen, aber eben auch sie laufend Auseinandersetzungen mit den sogenannten Sozialen Medien führen müssen, hat Norbert Kettner, seit 2007 Geschäftsführer „Wien Tourismus“, eine Idee umgesetzt, die als direkte Reaktion zu sehen ist. Nachdem beispielsweise Facebook und Instagram konsequent das Nackte als anstößig verbannen und löschen, sogar Gemälde von Modigliani oder Schiele sowie die 30 000 Jahre alte Venus von Willendorf der Zensur zum Opfer fielen, richtete Kettner mit seinem Team auf der Plattform OnlyFans eine App ein, Vienna strips. Wermutstropfen: Wer nackte Schönheiten aus Wiener Museen sehen will, ob von Rubens oder von Tizian, muss mindestens 18 Jahre alt sein (khs).