News

Ein Signal aus Nordrhein-Westfalen

21. Januar 2022

Man hätte sich auch vorstellen können, dass sie als Kulturstaatsministerin der neuen Bundesregierung eine gute Figur macht. Sie gehört zweifellos zu den kompetentes Kulturpolitikerinnen in Deutschland. Isabel Pfeiffer-Poensgen, einst für die Kulturstiftung der Länder zuständig, nun als parteilose Ministerin in Nordrhein-Westfalen für die Kultur verantwortlich, macht tüchtig Druck, dass die Grütters-Nachfolgerin im Kanzleramt, die Grüne Claudia Roth, das geplante Bundesinstitut für Fotografie vorantreibt. Es soll bekanntlich in Nordrhein-Westfalen entstehen, in Düsseldorf oder Essen.

Ein Angebot in Berlin

21. Januar 2022

Häufig musste der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, von Kritikern hören, dass das große Foyer der Staatlichen Museen zu Berlin am Kulturforum unwirtlich sei. Auf dem Weg zur versteckt gelegenen Gemäldegalerie fragten sich Kunstfreunde aus aller Welt, wie ein renommiertes Museum seine Gäste derart unfreundlich empfangen kann. Parzingers Beitrag, sein Plazet zu einer derzeit dort laufenden Impfaktion zu geben, macht doppelten Sinn. Es geht einerseits „um gesellschaftliche Verantwortung“, andererseits um die Möglichkeit, vorhandene Räumlichkeiten sinnvoll zu nutzen.

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Hamburger Kunsthalle, Anzeige

Statements

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Kunstpalast Düsseldorf, Ausstellung Electro

Drahtseilakt in Kassel

21. Januar 2022

Kein Zweifel: Die documenta 15, die vom Mitte Juni an stattfinden wird, liefert schon im Vorfeld reichlich Zündstoff, viel mehr als man es erwartet hätte, als einst das indonesische Künstler- und Kuratoren-Kollektiv ruangrupa für die Aufgabe nominiert wurde. Eine gewisse Naivität und Weltfremdheit scheint zwar in der Luft zu sein, wenn sich ihre Sprecher etwa zu Fragen des Kunstbetriebs und des Kunstmarkts äußern, doch wenn es um politische Sachverhalte geht, kann man Arglosigkeit nicht durchgehen lassen. Allein die Verpflichtung der umstrittenen palästinensischen Gruppe „The Question of Funding“, Ramallah, lässt den Verdacht aufkommen, dass ruangrupo allemal unsensibel agiert. Schließlich darf Antisemitismus in Deutschland keine Chance mehr haben. Andererseits: Richtig, dass es in diesen Stunden reichlich Stimmen gibt, die davon warnen, die künstlerische Freiheit einzuschränken. Ein Drahtseilakt, der der documenta-Geschäftsführung bevorsteht (khs).

Aufstand in Bayern

21. Januar 2022

Nichts grundsätzlich gegen den Föderalismus zu sagen. Aber gerade in Pandemie-Zeiten würde man sich wünschen, dass der Bund den Ländern verbindlich mitteilt, was zu tun ist, um gemeinsam und wirkungsvoll Corona zu bekämpfen. Indessen zeigt sich seit 2020, dass jedes Bundesland sein eigenes Süppchen kocht, häufig folgenreich, weil manches nebenan, in den Nachbarländern eben, völlig anders geregelt ist und sich die eigenen Maßnahmen dann schnell als sinnlos darstellen. Jüngstes Beispiel: In Bayern empören sich Kulturmacher wie Lucius Hemmer, Musik, und Michael Stacheder, Theater, über die Ungleichbehandlung von Kulturinstitutionen und Gastronomie. Also 2 G plus, Maske und maximal 25-Prozent-Auslastung für Hemmer, Stacheder & Co., dagegen übervolle Gaststätten und dort nur 2 G. Hemmer: „Wenn man weiterhin jeden Restaurant-Besuch besser stellt, bleibt uns nur noch, während der Konzerte auch Schäufele zu servieren“. Recht hat er (khs).

Lindinger + Schmid

Im Jahr 1991 von Gabriele Lindinger und Karlheinz Schmid gegründet, widmet sich das Unternehmen Lindinger + Schmid der bildenden Kunst. Es geht dabei um kritischen, unabhängigen Journalismus. Mit einem Team weltweit tätiger Autoren entsteht monatlich die KUNSTZEITUNG, und vierzehntäglich wird der Branchenbrief Informationsdienst KUNST herausgegeben. Obendrein agiert Lindinger + Schmid als Beratungsfirma, beispielsweise für die Messe Karlsruhe. 

Geschäftsleitung
Gabriele Lindinger
Karlheinz Schmid

Redaktion
Karlheinz Schmid
Dr. Jörg Restorff

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Gabriele Lindinger
Philipp Lindinger

KUNSTZEITUNG

Seit einem Vierteljahrhundert geben Gabriele Lindinger und Karlheinz Schmid die von ihnen gegründete KUNSTZEITUNG heraus, die über knapp 2 000 Verteilerstationen in Museen, Galerien, Kunstvereinen und anderen Kulturinstitutionen monatlich in die Distribution kommt. Das Printmedium (Auflage: 200 000 Exemplare) berichtet über Personalien und Ausstellungen, über Debatten und Trends, und es zeichnet sich durch seine kritische Haltung aus. Die KUNSTZEITUNG finanziert sich dank der Anzeigen, wird gratis abgegeben, kann aber auch abonniert werden (zwölf Ausgaben: 37 Euro).
KUNSTZEITUNG, Cover
Klick aufs Bild öffnet ein PDF der aktuellen KUNSTZEITUNG-Ausgabe

Informationsdienst KUNST

Als der Branchenkenner Karlheinz Schmid den Informationsdienst KUNST im April 1991 erstmals unter die Abonnenten brachte, gab es zwar ein laufend zunehmendes Interesse an Hintergrund-Nachrichten aus dem Kunstbetrieb, doch niemand hätte damals geahnt, welche Bedeutung dieser vierzehntäglich erscheinende Branchenbrief drei Jahrzehnte später haben könnte. Die Nachrichten und Kommentare, so heißt es nun allerorten, sind unverzichtbar; sie helfen Museumsleuten und Galeristen, Kulturpolitikern und Künstlern sowie Sammlern und Kritikern. 
ID-Cover

Büro für Kunst und Öffentlichkeit

art KARLSRUHE: Themenbereich Editionen und Fotografie in Halle 1
art KARLSRUHE: Themenbereich Editionen und Fotografie in Halle 1
Eine eigene Abteilung von Lindinger + Schmid, dirigiert von Gabriele Lindinger, kümmert sich um Public Relations und betreut Kunden auf ihrem Weg durch den internationalen Kunstbetrieb. Die Beratungsleistungen reichen von Image-Kampagnen bis zur Projekt-Begleitung. So ist Lindinger + Schmid seit dem Gründungsjahr der art KARLSRUHE, 2004, für die Messe Karlsruhe tätig.
art KARLSRUHE: Kurator Ewald Karl Schrade eröffnet die Messe
art KARLSRUHE: Kurator Ewald Karl Schrade eröffnet die Messe
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Fondation Beyeler, Georgia O'Keeffe
Ludwiggalerie-Schloss-Oberhausen
Museum Peter August Böckstiegel
Kunstmuseum Bayreuth, Weber
Draiflessen Collection, Daan RoosegaardeKolbe Museum, Thomas Schütte
Auktionshaus Lempertz
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