News

Der Fachmann


In Berlin hatte manche Insider durchaus Bedenken, als der aus Amerika zurückgeholte Museumschef Klaus Biesenbach zum Ende der Grütters-Ära als Direktor der Neuen Nationalgalerie berufen wurde. Mit einem ausgewiesenen Fachmann oder einer Fachfrau der Klassischen Moderne hatte man gerechnet, nicht aber mit einem Experten der Gegenwartskunst. Nun zeigt Biesenbach in der Tat, wie man den Klassiker-Tempel in eine Spielstätte des Zeitgenössischen verwandelt. Soeben mit Simone Forti, jetzt mit dem Duo Allora & Calzadilla.

Die Fachfrau


Natürlich gelingt es der Münchner Sammlerin Ingvild Goetz immer wieder, die Öffentlichkeit zu überraschen. Mit großen Namen, mit einzigartigen Ausstellungen, gerne auch aus anderen Kontinenten kommend. Bisweilen liegt das Gute aber auch ganz nah. So ist’s nicht wirklich ein Wunder, dass sie jetzt, mit leichter Pandemie-Verspätung zum Achtzigsten des Künstlers, aus dem Rheinland einen Maler holt und präsentiert, der ebenfalls zu den Top-Stars gehört, Imi Knoebel nämlich. Allein 18 der ausgestellten Arbeiten stammen aus der Sammlung Goetz.       

– Anzeige –

Statements

– Anzeige –

documenta-Finale


Wenigstens sie hielt sich an das, was man ausgemacht hatte. Marion Ackermann, die Dresdner Museumschefin, die als einzige Kunst-Expertin im zuletzt berufene Experten-Gremium dieser enorm umstrittenen documenta fifteen saß, unterschrieb die längere Text-Fassung der Runde nicht. Nachvollziehbar. Immerhin hatte man vereinbart, zunächst eine wissenschaftliche Analyse der Großausstellung und ihrer Organisationsstruktur zu erarbeiten, bevor die Öffentlichkeit informiert wird. Von Schnellschüssen, kurz vor dem Finale, war niemals die Rede. Aber was war nicht alles vereinbart worden, bevor dieses völlig missglückte, antisemitisch angehauchte Aktivistencamp eröffnet wurde. Beim nächsten Mal, vom 12. Juni bis zum 19. September 2027, muss man’s besser machen, viel besser (khs).

Umfrage-Ergebnis


Erschreckend. Exakt nur 24,5 Prozent der Befragten, so das Resultat einer Bertelsmann-Studie, räumten kürzlich im Zuge einer Umfrage ein, vertrauen ihren Volksvertretern. Der Ruf von Politikerinnen und Politikern ist so schlecht wie niemals zuvor. Und man könnte meinen, mit jedem Regierungswechsel, ob auf Bundes- oder Länder-Ebene, nehmen Misstrauen und Ablehnung weiter zu. Es sind freilich die zahllosen Beispiele, die tagein und tagaus für Skepsis und sogar für Empörung sorgen. Ein Mitarbeiter aus dem Amt der früheren Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Robin Mishra, den man in der Zentrale nicht mehr brauchen konnte, wurde abgeschoben und weggelobt – ins Bundesarchiv. Dort verdient er jetzt so viel wie der Präsident der Einrichtung. Schmerzensgeld wohl (khs).    

Lindinger + Schmid

Im Jahr 1991 von Gabriele Lindinger und Karlheinz Schmid gegründet, widmet sich das Unternehmen Lindinger + Schmid der bildenden Kunst. Es geht dabei um kritischen, unabhängigen Journalismus. Mit einem Team weltweit tätiger Autoren entsteht die KUNSTZEITUNG, und vierzehntäglich wird der Branchenbrief Informationsdienst KUNST herausgegeben. Obendrein agiert Lindinger + Schmid als Beratungsfirma, beispielsweise für die Messe Karlsruhe. 




Geschäftsleitung
Gabriele Lindinger
Karlheinz Schmid

Redaktion
Karlheinz Schmid

Anzeigen
Gabriele Lindinger
Philipp Lindinger

KUNSTZEITUNG

Seit einem Vierteljahrhundert geben Gabriele Lindinger und Karlheinz Schmid die von ihnen gegründete KUNSTZEITUNG heraus, die über knapp 2 000 Verteilerstationen in Museen, Galerien, Kunstvereinen und anderen Kulturinstitutionen in die Distribution kommt. Das Printmedium (Auflage: 200 000 Exemplare) berichtet über Personalien und Ausstellungen, über Debatten und Trends, und es zeichnet sich durch seine kritische Haltung aus. Die KUNSTZEITUNG finanziert sich dank der Anzeigen, wird gratis abgegeben, kann aber auch abonniert werden (zwölf Ausgaben: 37 Euro).
Klick aufs Bild öffnet ein PDF der aktuellen KUNSTZEITUNG-Ausgabe. 


Informationsdienst KUNST

Als der Branchenkenner Karlheinz Schmid den Informationsdienst KUNST im April 1991 erstmals unter die Abonnenten brachte, gab es zwar ein laufend zunehmendes Interesse an Hintergrund-Nachrichten aus dem Kunstbetrieb, doch niemand hätte damals geahnt, welche Bedeutung dieser vierzehntäglich erscheinende Branchenbrief drei Jahrzehnte später haben könnte. Die Nachrichten und Kommentare, so heißt es nun allerorten, sind unverzichtbar; sie helfen Museumsleuten und Galeristen, Kulturpolitikern und Künstlern sowie Sammlern und Kritikern. 

Büro für Kunst und Öffentlichkeit

art KARLSRUHE: Themenbereich Editionen und Fotografie in Halle 1
art KARLSRUHE: Themenbereich Editionen und Fotografie in Halle 1
Eine eigene Abteilung von Lindinger + Schmid, dirigiert von Gabriele Lindinger, kümmert sich um Public Relations und betreut Kunden auf ihrem Weg durch den internationalen Kunstbetrieb. Die Beratungsleistungen reichen von Image-Kampagnen bis zur Projekt-Begleitung. So ist Lindinger + Schmid seit dem Gründungsjahr der art KARLSRUHE, 2004, für die Messe Karlsruhe tätig.
art KARLSRUHE: Kurator Ewald Karl Schrade eröffnet die Messe
art KARLSRUHE: Kurator Ewald Karl Schrade eröffnet die Messe
– Anzeigen –
crossmenuchevron-up-circle