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Ein Gerücht


Man kann es drehen und wenden, wie man will: Das Gerücht, dass der amerikanische Star-Galerist Larry Gagosian sein Imperium mit über 20 Galerie-Dependancen rund um den Globus an den französischen Milliardär und Sammler Bernard Arnault verkaufen will, hält sich beharrlich. Dabei hatte Larry, wie ihn, den 77-Jährigen, alle nennen, zuletzt viel getan, um solche Spekulationen zu verstreuen. Doch seine Hintergrund-Informationen, kürzlich erst einen Vorstandsrat eingesetzt zu haben, geben dem Gerücht neue Nahrung: Im Gremium sitzt auch Delphine, die älteste Arnault-Tochter.

Eine Überlegung


Der 2018 verstorbene Milliardär Paul G. Allen hatte verfügt, dass der Erlös seiner vor kurzem bei Christie’s versteigerten Kunstsammlung für wohltätige Zwecke ausgegeben werden soll. Nachdem sich das Auktionsergebnis dank rauschhaft gesteigerter Saal- und Online-Aktivitäten in astronomisch anmutende Höhen katapultierte und bald die Milliarden-Schallmauer durchbrochen war, gerät der internationale Kunstbetrieb nun ins Grübeln. Zumal Experten ahnen, dass in den kommenden Jahren weitere Sammlungen dieses Kalibers zur Versteigerung kommen. Logisch, dass die inflationäre Situation von Kritikern argwöhnisch beäugt wird. Die Sorge gilt der Frage, ob die Bereitschaft, laufend Höchstpreise für Kunst zu zahlen, vom Bewusstsein der Käufer getragen sein könnte, etwas Gutes zu tun, sozial engagiert zu sein.        

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Statements

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Angezählt


Nee, nicht schon wieder über Johann König nachdenken oder gar schreiben, so mag man im ersten Moment meinen. Schließlich ist doch in den vergangenen Wochen reichlich über den Berliner Galeristen geredet und getextet worden. Übergriffig sei er gewesen, glaubte „Die Zeit“ im September berichten zu müssen, ohne wirklich überzeugend recherchiert zu haben. Seitdem schwimmen dem einst von der Szene umschwärmten Jungstar die Felle davon. Jüngstes Phänomen: Künstlerinnen wie Monica Bonvicini, Katharina Grosse, Camille Henrot, Helen Marten und Corinne Wasmuht haben die Galerie verlassen. Nun muss Johann König fürchten, nicht mehr jene Umsätze zu machen, die nötig sind, um weiterhin in den vorderen Reihen der Branche mitspielen zu können (khs).

Abgezählt


Nun steht die Bilanz, nun weiß man, was die Freunde der Pinakothek der Moderne und des Museums Brandhorst in München bereit sind, für ihre Lieblingsorte auszugeben. Es sind sage und schreibe 2,7 Millionen Euro, die von Auktionator Robert Ketterer im Rahmen einer PIN-Benefizauktion zusammengeklopft wurden. Und der stattliche Betrag, der teils per Live-Veranstaltung, teils per Online-Zuschaltung zustande kam, ist auch insofern respekteinflößend, als insgesamt nur 33 Werke angeboten wurden. Das heißt: Durchschnittlich wurden pro Los über 80 000 Euro erzielt. Allein für Cecily Browns Bild wurden rund 750 000 Euro gezahlt. Chapeau (khs).  

Lindinger + Schmid

Im Jahr 1991 von Gabriele Lindinger und Karlheinz Schmid gegründet, widmet sich das Unternehmen Lindinger + Schmid der bildenden Kunst. Es geht dabei um kritischen, unabhängigen Journalismus. Mit einem Team weltweit tätiger Autoren entsteht die KUNSTZEITUNG, und vierzehntäglich wird der Branchenbrief Informationsdienst KUNST herausgegeben. Obendrein agiert Lindinger + Schmid als Beratungsfirma, beispielsweise für die Messe Karlsruhe. 




Geschäftsleitung
Gabriele Lindinger
Karlheinz Schmid

Redaktion
Karlheinz Schmid

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Gabriele Lindinger
Philipp Lindinger

KUNSTZEITUNG

Seit einem Vierteljahrhundert geben Gabriele Lindinger und Karlheinz Schmid die von ihnen gegründete KUNSTZEITUNG heraus, die über knapp 2 000 Verteilerstationen in Museen, Galerien, Kunstvereinen und anderen Kulturinstitutionen in die Distribution kommt. Das Printmedium (Auflage: 200 000 Exemplare) berichtet über Personalien und Ausstellungen, über Debatten und Trends, und es zeichnet sich durch seine kritische Haltung aus. Die KUNSTZEITUNG finanziert sich dank der Anzeigen, wird gratis abgegeben, kann aber auch abonniert werden (zwölf Ausgaben: 37 Euro).
Klick aufs Bild öffnet ein PDF der aktuellen KUNSTZEITUNG-Ausgabe.




Informationsdienst KUNST

Als der Branchenkenner Karlheinz Schmid den Informationsdienst KUNST im April 1991 erstmals unter die Abonnenten brachte, gab es zwar ein laufend zunehmendes Interesse an Hintergrund-Nachrichten aus dem Kunstbetrieb, doch niemand hätte damals geahnt, welche Bedeutung dieser vierzehntäglich erscheinende Branchenbrief drei Jahrzehnte später haben könnte. Die Nachrichten und Kommentare, so heißt es nun allerorten, sind unverzichtbar; sie helfen Museumsleuten und Galeristen, Kulturpolitikern und Künstlern sowie Sammlern und Kritikern. 

Büro für Kunst und Öffentlichkeit

art KARLSRUHE: Themenbereich Editionen und Fotografie in Halle 1
art KARLSRUHE: Themenbereich Editionen und Fotografie in Halle 1
Eine eigene Abteilung von Lindinger + Schmid, dirigiert von Gabriele Lindinger, kümmert sich um Public Relations und betreut Kunden auf ihrem Weg durch den internationalen Kunstbetrieb. Die Beratungsleistungen reichen von Image-Kampagnen bis zur Projekt-Begleitung. So ist Lindinger + Schmid seit dem Gründungsjahr der art KARLSRUHE, 2004, für die Messe Karlsruhe tätig.
art KARLSRUHE: Kurator Ewald Karl Schrade eröffnet die Messe
art KARLSRUHE: Kurator Ewald Karl Schrade eröffnet die Messe
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