Lindinger + Schmid

Kritischer und unabhängiger Journalismus

Im Jahr 1991 gegründet, gilt für den Verlag Lindinger + Schmid nach wie vor die Maxime, kritischen und unabhängigen Journalismus möglich zu machen.

KUNSTZEITUNG

Die Zeitung, die Kunst und Kunstbetrieb durchleuchtet, und zwar Monat für Monat. Künstler und Ausstellungen, Markt und Museen, Debatten und Trends.

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Informationsdienst KUNST

Der Branchenbrief liefert vierzehntäglich unverzichtbare Hintergrund-Informationen. Niemand wird geschont, keine Affäre verschwiegen.

Fakten

Die KUNSTZEITUNG steht nicht nur für kritischen Journalismus und herausragende Autoren, sie kann auch auf einige rekordverdächtige Zahlen verweisen.

Ausgaben der KUNSTZEITUNG

KUNSTZEITUNG-Exemplare pro Monat

Verteilerstellen in ganz Europa

Gabriele Lindinger und Karlheinz Schmid: ein Duo wie Nitro und Glyzerin. Wo sie auftreten, sprühen Funken, entzünden sich Debatten um Kunst und Co., strahlen Ideen und, ja, glitzert der Glamour.

Marianne Sperb, „Mittelbayerische Zeitung“

Gabriele Lindinger + Karlheinz Schmid

„Die ohnehin in jedem von uns reichlich vorhandene Energie zu verdoppeln, gemeinsam unsere eigene Begeisterung für die Kunst anderen Menschen zu vermitteln, das war das Ziel, als wir uns 1990 kennenlernten und loslegten.“

Gabriele Lindinger + Karlheinz Schmid

… spontan Notiertes

Die KUNSTZEITUNG-Kolumne der Herausgeber

In jeder Ausgabe der KUNSTZEITUNG beziehen Gabriele Lindinger und Karlheinz Schmid in ihrer Kolumne „… spontan Notiertes“ Stellung – zur Kunst und zum Kunstbetrieb, aber auch zu gesellschaftlichen und politischen Phänomenen, an denen sich der engagierte Diskurs der beiden KUNSTZEITUNG-Herausgeber entzündet. Nicht zuletzt bietet ihre Kolumne immer wieder Inneneinsichten in den verlegerischen Alltag. Die hier veröffentlichte Kolumne „… spontan Notiertes“ ist in der Januar-Ausgabe der KUNSTZEITUNG erschienen.

Wie es halt so ist, wenn man als Paar privat und dienstlich seit Jahrzehnten rund um die Uhr verbunden ist. Als wir, die KUNSTZEITUNG-Verleger, in der Weihnachtszeit immer wieder einmal auf die vergangenen Monate zurückblickten, uns fragten, ob wir alles richtig machen, wie wir weiterhin unabhängigen, kritischen Journalismus in Sachen Kunst und Kunstbetrieb publizieren können, kamen wir wiederholt auf das Thema Anzeigen zu sprechen. Und die Verlegerin, zugleich für diese Abteilung verantwortlich, berichtete von derart abenteuerlichen Erfahrungen, dass der Verleger, zugleich Chefredakteur, verwundert die Ohren anlegte, oft mit den Augen rollte – und um ein paar Beispiele aus der Korrespondenz bat.

Dass wir seit 1996 einen wesentlichen Beitrag zur Kunstvermittlung im deutschen Sprachraum leisten, dass wir monatlich sage und schreibe 200 000 Exemplare der KUNSTZEITUNG verschenken, hatte ein Berliner Galerist wohl vergessen, der meinte, er würde sich von uns gerne eine Anzeige schenken lassen – zum Dreißigjährigen seines Unternehmens. Ein bekannter österreichischer Kollege, ohne Jubiläum, war der Meinung, es müsste uns doch eine Ehre sein, seine Anzeige drucken zu dürfen, freilich gratis. Das würden unsere Mitbewerber im Magazin-Bereich auch tun, allemal Rabatte einräumen, die nach unserer Rechnung noch nicht mal die Druckkosten der Inserat-Fläche decken.

Und natürlich, so die Kauffrau in unserer Verlagsleitung, würde sie, ebenso wie ihr Sohn Philipp, ebenfalls Betriebswirt und in der Akquise tätig, mittlerweile täglich Telefonate oder E-Mails führen oder erhalten, in denen unverblümt Begehrlichkeiten formuliert werden. Es geht dabei um Gegengeschäfte, also Anzeige nur, wenn die Zusage einer redaktionellen Berichterstattung vorliegt. Aus dieser längst weitverbreiteten Haltung, Journalisten zu willfährigen Handlangern machen zu wollen, resultiert für uns das ganze Drama einer in diesen Digitalzeiten völlig veränderten Lage im Medien-Segment.

Auch im Rahmen des im vergangenen Jahr erfolgreich in Deutschland realisierten AICA-Weltkongresses attestierten viele ältere Kunstkritiker, dass sie ursprünglich angetreten wären, um als Korrektiv zu wirken, dass aber heutzutage vor allem affirmativ anmutende Texte gefragt seien. Reiner PR-Journalismus statt kompetente Kritik, die Künstlern und Vermittlern in der Auseinandersetzung mit der eigenen Arbeit hilft, die zudem auch gegensteuert, wenn die politische, gesellschaftliche Lage zu entgleisen droht. Wir denken da etwa an die radikalen Flügel in der sogenannten Neuen Rechten.

Was tun? Immer wieder predigen, wie es Gabriele und Philipp Lindinger tun, die Vorzüge einer unabhängigen journalistischen Tätigkeit pausenlos würdigen? Behutsam darauf hinweisen, dass eine Anzeige in der wirklich kritischen KUNSTZEITUNG mehr zählt als in einem Blatt, wo sich jedermann schlichtweg einkaufen kann? Oder genügt es, zu sagen und zu schreiben, dass diese Inserate, erstens, dank der tatsächlich über rund 1 900 Verteilerstationen bestens distribuierten Zeitung optimal gesehen und gewiss von weit mehr als einer halben Million Leser pro Ausgabe wahrgenommen werden?

Und, zweitens: Sind nicht die zahlreichen Leserbriefe, die wir erhalten, die gottlob die Zahl jener teils unverschämten Reaktionen zum Anzeigengeschäft deutlich überragen, der allerbeste Beweis, dass wir die KUNSTZEITUNG, die es bald ein Vierteljahrhundert lang gibt, noch lange in der vertrauten Form herausgeben sollen? Mit Unterstützung aus der Leserschaft, mit Hilfe treuer Anzeigen-Kunden, darunter die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, das Museum der Bildenden Künste in Leipzig oder das Kunsthaus Zürich. Aber auch das Weltkulturerbe Völklinger Hütte, die Stiftung Blickachsen und viele andere. Ihnen allen sind wir zu großem Dank verpflichtet, weil sie unser Anliegen, die Pressefreiheit ernst zu nehmen, wirklich verstanden haben.

Gabriele Lindinger + Karlheinz Schmid